Meine geballte Leidenschaft gehört der Pharmazie. Das schreibe ich in jede
Bewerbung, und es stimmt jedes Mal.
Angefangen hat es im Syntheselabor in Halle: neue Moleküle bauen,
aufreinigen und mit NMR und Massenspektrometrie herausfinden, was man da
eigentlich in der Hand hält. Danach wollte ich wissen, was aus so einem Molekül
wird — und ob es am Ende überhaupt bei jemandem ankommt.
Bei Takeda in Berlin habe ich Nutzenbewertungen im AMNOG-Verfahren
analysiert und an einer Stellungnahme mitgeschrieben. In der
Rechtsmedizin in Frankfurt habe ich gelernt, was Sorgfalt wirklich
heißt: dort entscheiden Analysenergebnisse über den Verlauf von Menschenleben, und
eine Zahl ohne saubere Dokumentation ist nichts wert. Heute stehe ich
in der Apotheke und erkläre einer Patientin, warum ihr Inhalator
nicht wirkt, obwohl sie ihn jeden Morgen benutzt.
Vier Stationen, ein Thema: Ich will verstehen, wie ein Arzneimittel tatsächlich beim Menschen ankommt — und was auf dem Weg dorthin schiefgehen kann. Genau dort will ich weiterarbeiten,
deshalb vertiefe ich derzeit in einem Fernstudium Pharmakovigilanz und Zulassung.